De Cayenne Chilisorte

Chili de Cayenne ist eine beliebte und verbreitete Chilisorten. Ausgewachsene Pflanzen sind 60 bis 80 cm hoch und tragen viele dünn-fleischige Schoten. Ihre Chilischoten werden gerne getrocknet und zu Cayennepfeffer gemahlen. Gulasch, Schmorgerichte und Hähnchen bekommen mit dem Chili-Gewürz eine wohlschmeckende Schärfe.

Beim Essen reizt Capsaicin die Wärmerezeptoren im Mund. Es schmeckt scharf, aber eigentlich melden unsere Nerven ein Schmerz-Signal.

Bild de Cayenne Chili

Capsicum annuum

Chili Cayenne Pflanzen ist eine Capsicum annuum Art und gehört zu den Nachtschattengewächsen. Annuum bedeutet in der Botanik einjährig. Cayenne-Pflanzen werden jedoch bei richtiger Pflege und Überwinterung älter als zwölf Monate.

Herkunft

Ursprung und Name liegt bei dieser Chilisorte bei der Stadt Cayenne im südamerikanischen Guyana. Im Jahr 1498 wurde die Küste von Guyana von Christopher Kolumbus entdeckt. Cayenne-Stadt wurde dort später von französischen Siedlern gegründet. Das dieses Gewürz aus der Hafenstadt-Cayenne nach Europa exportiert und deshalb den Namen trägt, ist zu wahrscheinlich.

 

Wegen ihrer Form und Herkunft wird de Cayenne Chili auch als Kuhhorn, Guinea Chili oder „Spanischer Pfeffer“ bezeichnet. Der leicht rauchige und bittere Geschmack ist exzellent für Saucen geeignet. Die dünnwandigen Chilis lassen sich gut trocknen.

Scoville

Die Chilis haben eine mittlere bis hohe Schärfe von 30.000 bis 50.000 Scoville. Auf einer Schärfe-Skala ist die Chili oft mit dem Schärfegrad 8 markiert.

Verarbeitung

Cayenne Chili Pulver

Chili de Cayenne können Sie gut trocknen und zu Pulver mahlen. Getrocknet werden halbierten Schoten im Backofen oder Dörrgerät. Bei einem leicht geöffneten Backofen dauert es etwa 6 – 8 Stunden bei rund 70 °C. Anschließend in einer Universalmühle oder von Hand mit einem Mörser, zermahlen.

 

Den Schärfegrad können Sie bereits vor dem Trocknen selber bestimmen. Entfernen Sie dazu deren Chili-Samen und schaben Sie mit einem Messer die Plazentawand aus. Dort befindet sich der größte Teil des Schärfestoffs Capsaicin. Zum Aufbewahren geben Sie dem trockenen Gewürzpulver einige Reiskörner hinzu. Dadurch wird ein Verklumpen durch Feuchtigkeit verhindert.

Chiliöl

Die getrockneten Chilischoten sind auch ideal um Chili-Öl selber zu machen. In einer sauberen Flasche geben Sie getrockneten Schoten bis eine Schicht von etwa 5 cm entsteht. Wer mag kann auch Knoblauchzehen und Senfkörner hinzugeben. Darüber gießen Sie gutes Olivenöl, Sonnenblumenöl oder für die asiatische Küche Erdnussöl. Lagern Sie den Ansatz an einem dunklen und kühlen Ort. Alle zwei Tage schütteln. Nach etwa drei Wochen haben Sie hervorragendes Chiliöl.

In Essig einlegen

Bei den frischen Cayenneschoten Stile entfernen. Mehrfach seitlich einschneiden. Salzwasser mit Essig zum Kochen bringen und Chilis oder Paprika hinzufügen. Etwa eine Stunde köcheln lassen. Den heißen Sud zum Konservieren in Einmachgläser füllen.

Cayennepfeffer und Chiliöl sind perfekt zum Würzen von mexikanische und Asia-Gerichte. In der Cajun Küche wird Cayenne klassisch verwendet. Als Cajun Küche wird die Kochart von französischen Einwanderern unter anderem in Guyana bezeichnet. Bei der teilweise feurig scharfe chinesische Küche wird gerne Essig zum Einlegen verwendet.

Frische Cayenne-Schoten enthalten Vitamin A, B6, E, C und Riboflavin, Kalium, Eisen, Kupfer und Mangan.

Chili-Pflanze

Anzucht

In den meisten Onlineshops für Chilis bekommen sie Saatgut von der berühmten Chilisorte. Im Frühjahr auch in Baumärkten oder bei Discountern. Zehn Cayenne-Samen kosten etwa zwei Euro. Unter normalen Bedienungen gehen acht von zehn Samen auf.

 

Bevor Sie die Chili-Samen einpflanzen, ist es besser diese in lauwarmen Wasser einweichen zu lassen. Es kann auch nicht schaden statt Wasser Kamillen-Tee oder verdünnter Zitronensaft zu verwenden. Eine Keimtemperatur von 22 bis 28 °C ist ideal. Die Keimdauer beträgt 6 bis 20 Tagen. Bei unseren Cayenne-Chilisamen haben diese am 12. Tag im Mini-Gewächshaus gekeimt.

 

Mit der Anzucht sollten Sie früh im Jahr beginnen. Ist genügend Platz in der Wohnung vorhanden, empfiehlt sich eine Anzucht im Januar oder Februar. Nach einer Eingewöhnung-Phase können die kleinen Cayennepflanzen Mitte Mai nach draußen gesetzt werden.

 

Als Substrat im Anzuchthaus bieten sich Kokos-Quelltabs an. Im Blumenkasten ist eine Anzuchterde gut geeignet. Die Erde sollte durchlässig sein. Bei Staunässe gehen Chilipflanzen schon bald ein.

Drinnen wie draußen ist eine sonnige Lage wichtig. Mindesten acht Stunden Sonnenlicht brauchen Cayenne-Chili Sorten.

Pflege

Die Jungpflanzen sollten mit einem Abstand von 40 cm vereinzelt bzw. pikiert werden. Eine nährstoffreiche Tomaten-Erde ist als Pflanzensubstrat perfekt. Die Erde sollte einen pH-Wert von 6,2 bis 7,0 haben. Chilis mögen Sonne. Achten Sie darauf, dass der neue Standort möglichst zehn Stunden Sonnenstrahlen bekommt.

Capsicum annuum mag kein extrem heißes Wetter, noch weniger kaltes, nasses Wetter. Im Herbst können Sie Chili-Pflanzen zum Überwintern ins Haus hohlen.

Ernte

Schon nach drei Monaten nach der Blüte können Sie scharfe Früchte ernten. Die Schoten haben wenig Fruchtfleisch. Die etwa 10 bis 20 cm spitzen Chilischoten sind lang und schlank.
Bild de Cayenne Ernte

Werden Sie nicht ungeduldig, wenn deren Schoten lange Grün bleiben. Erst die voll entwickelte Chili wechselt Ihre Farbe von grün über gelb nach rot.

Sortenname Cayenne
Art Capsicum annuum
Herkunft Guyana
Pflanzengröße 60 – 80 cm
Reifedauer 70 Tage
Scoville 30.000 – 50.000 SHU
Keimdauer 6 – 20 Tage
Keimtemperatur 22 – 28 °C
Pflanzabstand min. 60 cm

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Von Drache veröffentlicht am Dienstag, den 01.12.2015
Letzte Bearbeitung am 29.10.2017

ein Kommentar

  1. Detlef Reuter says

    Habe Chili auf dem Fensterbrett im Blumenkasten erfolgreich großgezogen Habe beim kleinschneiden und kosten festgestellt Auweia sind die scharf Nun kann der Gullasch sich auf was gefasst machen Sowie meine Gäste

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