Chili-Pflanzen Erde

Grundlage einer großartigen Chili Zucht ist eine geeignete Erde. Das richtige Substrat sollte eine lockere und gleichzeitig stabile Struktur haben. Falls diese antrocknet, darf sie weder verdichten noch verklumpen. Für eine reiche Ernte von schönen Chilis lohnt es sich früh mit dieser Materie zu beschäftigen. Schließlich soll viel Freude am scharfen Gemüse aufkeimen.

Bild Chilipflanzen-Erde

Erden für den Chili-Anbau

Für ein kümmerliches Wachstum von Chilis ist neben dem Mangel an Licht und Sonne oft eine schlechte Bodenbeschaffenheit verantwortlich. Gute Erde kann überflüssige Nässe aufnehmen und ableiten. Außerdem sorgt sie für festen halt der Wurzeln. Dunklere Erden sind meist mit mehr organischen Nährstoffen angereichert.

Schlechte, lehmige Chilierde kann wenig überschüssige Feuchtigkeit durch Regen oder falsches gießen aufnehmen. Folge sind nasse Füße, Staunässe und Wurzelfäule. Ein baldiges eingehen der Chili ist dann die Folge. Es lohnt sich daher von Anfang an auf eine gute Erde zu setzen.

Chilis haben während ihren Entwicklungs-Phasen etwas unterschiedliche Ansprüche an Nährstoffen. Ein geeignetes Substrat führt den Pflanzen jederzeit die richtige Menge an Gießwasser und Dünger zu.

Keimphase

In der Phase vor der Keimung der Chilis bis sich erste echte Blätter bilden, sollten die Samen in einem nährstoffarmen Anzuchtsubstrat gepflanzt werden. Schädlich sind Nährsalze, die den Keimvorgang verzögern oder gar verhindern. Für eine erfolgreiche Keimung bieten Anzucht- und Kräutererden eine gute Grundlage. Auch Quelltabs aus Torf oder Kokos, sind praktisch und sauber in der Verwendung.

 

Kokosquelltabs werden von vielen erfahrenen Chili-Züchtern verwendet. Diese berichten im Vergleich zu Torf von einer höheren Keimrate. Vielleicht ist dafür der optimale pH-Wert von 5,5 bis 6,8 und der geringe Salzgehalt verantwortlich. Nachdem sich die ersten Blätter gebildet haben, können Sie Ihre Chili-Jungpflanzen einfach umtopfen.

In Kokoserde gezogene Chilis sollten Sie mit Dünger zu versorgen. Hier finden Sie einen ganzen Beitrag über die Vorteile von Kokoserde.

Wachstumsphase

Viel Sonne, Wärme, Feuchtigkeit und eine gut dosierter Dünger ist die Voraussetzung einer großen, feurigen Ernte. Ein gutes Substrat nimmt die Nährstoffe aus dem Dünger auf und gibt diese an die Wurzeln weiter, wenn die Pflanze sie auch benötigt. Ein gutes Bodenleben setzt organisches Material in für die Pflanze verwendbare Nährstoffe kontinuierlich um. Gröbere Bestandteile im Substrats lassen Lufteinschlüsse zu. Der Sauerstoff in der Bodenluft ist wichtig für die Wurzel und damit für das ganze Gewächs.

 

Beimischen von Sand, Perlit oder Vermiculit kann diese Aufgabe erfüllen.

 

Wie erkenne ich eine gute Erde?

Greifen Sie mit beiden Händen in den „Dreck”, welchen Sie gerne verwenden möchten. Beim Reiben der Handflächen sollte Sie sich angenehm locker anfühlen. Dabei sollte sie aus den Händen krümeln. Wenn Sie sich Bestandteile genauer ansehen, sollten Sie in einem ausgeglichenen Verhältnis gröbere und feinere Strukturen aufweisen. Das gröbere Material sogt für eine gute Luftdurchlässigkeit. Im Idealfall, wie bei Kokosfasern, wird auch viel Wasser darin gespeichert. Der feinere und leichte Bestandteil sorgt für einen guten Austausch mit den Wurzeln.

Einen Film vom ZDF zu dem Thema finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=WEqLVXidnSY

Welche Chilierde kaufen?

Für das Nachtschattengewächs eignen sich besonders gut Tomatenerden. Auch Hochbeet- und Gemüseerde sind eine gute Grundlage. Greifen Sie nicht zu ganz billiger Erde, es lohnt sich meist nicht, da wichtige Eigenschaften fehlen. Tipp: Wenn Sie Geld sparen wollen, legen Sie sich einen Vorrat im Winter an. Oft werden in Baumärkten Restbestände vom Frühjahr günstig verkauft.

Für Paprika und Chilipflanzen geeignete Erde bekommen Sie in Baumärkten und Gartencenter. Im Versandhandel bekommen Sie spezielle Erden, den stehen jedoch die höheren Versandkosten gegenüber.

 

Selber mischen

Eine bewährte Erdmischung für Chili, Paprika aber auch Tomaten sieht bei uns folgendermaßen aus. In einem großen Bottich oder Eimer geben wir:

  • 6 Teile Gemüse oder Hochbeeterde
  • 1 Teil Perlite
  • 1 Teil Vermiculite
  • 1 Teil Hühner oder Pferdemist
  • 1 Teil Sand oder Splitt

Eine einfachere Mischung ist

  • 80 % Tomatenerde
  • 10 % Vermiculit
  • 10 % Perlite

Mit Hornspäne, Dolomit oder Urgesteinsmehl kann noch der Boden verbessert werden.

Probleme mit Erden

Schimmel bereitet bereiten bei der Indoor Zucht bei zu viel Wasser oft Probleme. In Gewächshäusern muss das Substrat regelmäßig Ablüften. Einfach die Haube für etwa 15 Minuten ein bis zweimal täglich abnehmen.

Sterilisieren können Sie Erde im Backofen oder Mikrowelle. Bisher haben wir Fliegeneier, Bakterien und Pilzsporen zuverlässig im Backofen abgetötet. Bei 120 °C für rund zwei Stunden funktioniert dies zuverlässig. Eine Temperatur von 70 °C sollte im Kern der Erde erreicht sein.

Im Garten denken Sie daran, vor dem Auspflanzen die Erde aufzulockern. Gegebenenfalls Sand, Pferdemist oder Hochbeeterde unter graben.

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Von Drache veröffentlicht am Montag, den 28.03.2016
Letzte Bearbeitung war am 13.03.2017

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