Chili-Pflanzen richtig gießen

Die meisten Chilipflanzen gehen ein, weil sie nicht richtig gegossen werden. Geschieht dies sorgsam, trocknet der Wurzelballen nicht aus. Sollte es bei aller Achtsamkeit trotzdem für kurze Zeit geschehen, erholt sich die Pflanzen nach dem Bewässern wieder recht schnell.

Für Chilis ist Staunässe gefährlicher. Die Symptome bei trockenem Wurzelballen und Staunässe sind bei Chilis ähnlich. Blätter werden welk und fallen schließlich ab. Deshalb sollten Sie immer vorher prüfen, ob es notwendig ist Ihre Pflanzen mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Bild Gießkanne

Die meisten Probleme bei der Chilizucht entstehen durch falsche Bewässerung. Egal ob im Hochbeet, Balkonkasten, Kübel oder im Garten. Bildet sich Staunässe fangen die Wurzeln an zu faulen und die Chili verliert ihre Blätter.

Damit sie einen solchen Frust nicht erleben, hier ein paar Tipps zum richtigen Gießen von Chilis:

Chili gießen

Morgens oder abends?

Gießen Sie, wenn möglich, Ihre Chilis morgens oder abends. Nicht aber in der prallen Sonne. Bilden sich Wassertropfen auf den Blättern der Paprika, kommt es zu Verbrennungen. Um Pilzkrankheiten vorzubeugen sollte die Pflanze noch Zeit haben abzutrocknen, bevor es Nacht wird.

Wie oft?

Im Sommer ist es nötig, die Pflanzen täglich zu gießen. Bei hohen Temperaturen auch mehrmals täglich. Es schadet nicht, wenn die Chilis leicht welk werden. Es wird soviel gegossen, bis das Wasser die Wurzeln erreicht. Danach erholt sich Ihre Chili schon nach kurzer Zeit.

Wie viel?

Die Wassermenge kann nicht pauschal festgelegt werden. Sie hängt vom Substrat, Pflanzengefäß, der Sonne, Licht, Standort und der Sorte ab.

Die richtige Wassermenge erreicht den Wurzelballen. Am einfachsten lässt sich das Prüfen, wenn sich etwas Feuchtigkeit im Untersetzer sammelt. Aber Vorsicht: Ist die Erde zu trocken geworden, kann sie das Wasser nicht so schnell aufnehmen. Das Gießwasser läuft einfach durch das Substrat durch. Gießen Sie dann in mehreren kleinen Portionen. Fühlen Sie mit dem Finger, ob die Feuchtigkeit an den Wurzeln ankommt.

 

Mit dem Finger können Sie einfach überprüfen ob der Wurzelballen noch feucht ist. Dazu stecken Sie ihren Zeigefinger in das Substrat. In einer Tiefe von 3 cm sollten es feucht, aber nicht nass sein.

Chili im Blumentopf nehmen Sie vor dem Gießen in die Hand. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gefühl für das richtige Gewicht. So können Sie schnell merken, ob die Pflanze neues Wasser benötigt.

Achten Sie auch auf die Farbe der Erde. Bei Chilipflanzen soll die oberste Schicht abtrocknen. Zu feuchte Erde bleibt dunkel. Es kann sich dann auch leicht Schimmel bilden.

Welches Wasser?

Regenwasser ist am besten zum Bewässern von Chilipflanzen geeignet. Bei kalkhaltigem Leitungswasser wachsen Chilis nicht besonders gut. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit eine Regentonne aufzustellen.

Alternativ können Sie Leitungswasser abkochen oder mit einem Wasserfilter zu entkalken. Wer nicht viele Chili-Pflanzen hat, kann auch destilliertes oder Osmose-Wasser mit Leitungswasser mischen.

Viele Züchter verwenden Kamillentee um Chilisamen darin ein zu weichen. Das bietet einige Vorteile, da Kamille als anti-bakteriell gilt. Bakterien und Pilze auf der Samenhülle, können sich nicht so schnell ausbreiten, bis die Chili eigene Abwehrkräfte entwickelt. Es spricht auch nichts dagegen, später mit einem verdünnten Kamillentee zu gießen.

Das Wasser sollte an der Bodentemperatur angepasst sein. Dafür lassen Sie das Gießwasser einige Zeit stehen.

Samen, Keimlinge und Pflanzen

Während die Chilisamen keimen, müssen diese immer feucht gehalten werden. Keimlinge können mit einer Sprühflasche eingenebelt werden. Ein Wasserstrahl aus dem Blumengießer schwemmt die zarten Pflänzchen womöglich weg. Große Chilipflanzen können Sie am einfachsten mit einer Gießkanne bewässern.

Womit Chili bewässern?

Praktisch sind auch Blumensprühflaschen die Sie aufpumpen können.

 

Damit besprühen Sie die Blätter mit einem angenehmen Wassernebel. Das erhöht auch die Luftfeuchtigkeit. Kleine Gießkannen mit Brause sind schon für wenige Euro zu kaufen. Wer es einfach und preiswert haben möchte, verwendet leere Trinkflaschen.

Für den Anbau auf dem Balkon sind Blumenkästen mit Wasserreservoir praktisch. So bleibt ein Wasservorrat am Boden erhalten, mit der sich die Pflanze selbst versorgen kann. Die Gefahr von Staunässe ist trotzdem nicht gegeben.

Von Drache veröffentlicht am Sonntag, den 27.12.2015
Letzte Bearbeitung am 15.05.2017

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