Chili-Schoten einfrieren

Einfrieren von Chilis, Habaneros und Peperoni ist die effektivste Form der Konservierung. Diese zu trocknen dauert meist mehrere Stunden oder Tage; frische Chilis für den Tiefkühler vorzubereiten nur wenige Minuten. Viele Chilizüchter kennen das, erst wollen die Chilischoten nicht rot werden, dann reifen diese schlagartig ab. Um Ihre Ernte für später aufzuheben, sollten Sie zumindest einen Teil einfrieren.

Bild Chili gefrostet

Der frische Geschmack bleibt wie die Schärfe ohne Abstriche erhalten. Schade ist nur, dass die Chilischoten nach dem Auftauen nicht mehr knackig sind. Das macht aber nichts, wenn Sie das Gemüse für Suppen, Soßen und beim Kochen von Chili con Carne verwenden.

Einfrieren oder trocknen

Eingefrorene Chilis schmecken frischer als Getrocknete. Chilipulver ist ebenfalls intensiv vom Geschmack. Nur sind die Aromen etwas anders, was aber nicht schlecht sein muss. Eine Pasta-Soße mit frischen, fruchtigen Geschmack schmeckt im Winter jedoch sonniger.

Aroma und Schärfegrad bleiben über ein Jahr unangetastet. Capsaicin ist äußerst stabil bei hohen und tiefen Temperaturen. Nach mehren Jahren werden Chilis genauso scharf schmecken wie frische Schoten. Einzig beim Aroma sind wir uns nicht sicher, da wir noch keine Chili länger als 18 Monate eingefroren haben. Falls Sie Erfahrungen mit längeren Zeiträumen haben, ab in die Kommentare.

Im Spätsommer reifen gerade scharfe Chilisorten spät, dafür blitzartig, ab. Wegen drohendem Nachtfrost sind jetzt unreife, grüne Schote leider zu ernten. Es kommt wie es kommen muss: alles auf einmal. Jeden Tag kann auch der stärkste Kerl nicht an sein schärfe Limit gehen. Also werden Habaneros, Peperoni, Anaheim oder kleine Pequin haltbar gemacht.

In jeder Kombination von roten, grünen, scharfen, süßen Paprika, Peperoni oder Chilis sind einzufrieren. Auch als geräucherte, gebratene und sogar als Paste ohne Probleme. Portionsweise und nach Sorten getrennt ist später beim Entnehmen vorteilhaft.

Vorbereiten

Die Vorbereitung der Chilis ist schnell gemacht. Am einfachsten und schnellsten ist es die ganzen Schoten unter Wasser abzuspülen. Anschließend mit einem Tuch abtupfen und in einem Behältnis ins Tiefkühlfach stellen. Um Pilze oder Bakterien unschädlich zu machen, ist es sicherer Chilis vor dem Einfrieren zu blanchieren. Später haben Sie den Vorteil, dass Haut einfacher zu entfernen ist. Blanchiert werden Chilischoten, indem Sie eine Minute in heißem Wasser gebadet werden.

Bei einer großen Ernte und kleinem Kühlschrank ist es platzsparend die Chilis zu halbieren. Sind die Schoten halbiert, kann auch gleich Chilisamen samt Plazenta abgeschabt werden. Halbierte Jalapeños oder Anaheim lassen sich platzsparend in einem Gefrierbeutel einfrieren, wenn Sie diese flach nebeneinander liegen.

 

Beim Schneiden von Chili sollten Sie so klug sein, Handschuhe zu tragen. Fassen Sie sich nicht ins Auge oder an empfindliche Stellen. Es kann zu einer schmerzhaften Erfahrung führen, bei der Sie nach Linderung brennen.

Haltbarkeit

Eingefrorene Chilis sind mindesten ein Jahr, ohne das sie Geschmack verlieren, haltbar. Nur sind die Chilischoten nach dem Auftauen nicht mehr knackig. Durch Eiskristalle werden die Zellwände beschädigt. Je mehr Wasser in dem Gemüse vorhanden ist, desto weicher ist später die Konsistenz. Nehmen Sie die frisch aufgetauten Chilis für Gerichte bei denen sie ohne hin zerkocht werden, dort spielt dies keine Rolle.

Tipps:

  • Einzelne Schoten von besonderen Sorten in Alufolie einfrieren.
  • Aus Gefrierbeutel die Luft soweit wie möglich ausstreichen, da es sonst zum Gefrierbrand kommen kann.
  • Ideal sind Temperaturen unter -18 °C um eingefrorenes länger haltbar zu machen.

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Von Drache veröffentlicht am Mittwoch, den 20.04.2016
Letzte Bearbeitung am 29.10.2017

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