Größe von Chili-Pflanzen

Chilipflanzen werden je nach Sorte bis zu vier Meter groß. Beliebte Chilisorten wie Cayenne, Anaheim und Jalapeno liegen im Durchschnitt bei etwa 1,3 Meter. Manche Chilisorten können bei der richtigen Pflege jedoch riesengroß werden.

Bild Große Chilipflanze

Mehrjährige Lemon Drop Pflanzen erreichen schon im ersten Jahr 2 m. Tabasco und Dorset Naga Sträucher werden in warmen Klimazonen im Garten 3 Meter hoch.

In Indien schaffte es der Züchter Bhagwan Bowlekare seine Capsicum annuum Chili auf eine Größe von mehr als 5 Meter anwachsen zu lassen. Dabei wurde keine Chemie eingesetzt, jedoch wurde die Pflanze durch anbinden unterstützt.

Als größte Chilisorte der Welt ist NuMex Big Jim im Guiness-Buch der Rekorde notiert. Jedoch nicht wegen der eigentlichen Pflanzengröße, sondern weil an ihr die schwerste Chili der Welt gewachsen ist. NuMex Big Jim ist mit einer Paprikafrucht von 290 g eingetragen.

 

Bei einem späteren Wettbewerb um die größte Paprika erreichter der Gewinner eine Länge von 34,5 cm.

Weitere Sorten von imposanter Größe sind Rocoto Large, Bishops Crown, Rocoto Manzano und viele Sorten welche „Giant“ in Namen führen.

Optimale Bedingungen

Damit auch Ihre Chilis schön groß werden können, müssen alle Bedingungen auf den Punkt stimmen. Die Auswahl des Standortes richtet sich in erster Linie nach dem Licht. Je länger die Sonne direkt scheint, desto besser ist es für das Wachstum. Eine Hauswand oder Steine in der Nähe speichern tagsüber Wärme und geben diese in der Nacht wieder ab. Nasser Boden und Kälte stören die Wachstumsphase. Die Erde muss tiefgründig, locker und nährstoffreich sein.

 

Wurzelraum

Nur wenn Chilis genug Raum zum Wurzeln im Boden haben, werden Sie auch auf eine stattliche Größe kommen. Im Garten bereiten Sie den Boden vor, indem Sie das Beet tief umgraben. Als Pflanzkübel für besonders große Chilisorten sind 40 Liter und mehr besser. Die Topfgröße hat einen wichtigen Einfluss auf deren Pflanzengröße.

Düngen

Organische oder Bio-Dünger versorgen die Pflanzen ideal mit Nährstoffen. Nicht zu viel auf einmal, dafür kontinuierlich. Wählen Sie einen Dünger mit etwas mehr Nährstoffen als üblich. Ein Verhältnis von NPK 7-3-10 lässt Chilis gut gedeihen.

Bodenfeuchtigkeit

Um auf besonders große und schmackhafte Chilis Stolz sein zu können, müssen Sie den Boden gleichmäßig feucht halten, aber niemals Nass. Mit einem Bewässerungssystem lässt sich das manchmal einfacher umsetzen.

Gerade an heißen Sonnentagen bei dem Sie selber nicht alle paar Stunden gießen können. Eine weitere Hilfe ist Mulch auf der Erde zu verteilen. Dies verhindert das Verdunsten der Feuchtigkeit durch die direkte Sonne.

 

Anbinden

Viele Chilipflanzen wachsen buschig oder wie Rocotos tief am Boden entlang. Um den Chilis eine schöne Form zu geben, wird diese an einem Pflanzenstab angebunden. Binden Sie den Blumendraht oder Seil nicht zu fest zu. Regelmäßiges nachjustieren bringt die Chili in die Form in der Sie es gerne hätten.

Beeindruckend war eine Birgits Locoto Chilipflanze die mit dieser Methode auf etwa 3,5 Meter Höhe kam. Typisch wird die Pflanze nur etwa einen Meter hoch.

Ein anbinden verhindert ein Abknicken der Pflanze bei zu hohen Last durch deren Früchte. Zusätzlich schützt diese Maßnahme vor Windschäden.

Abstand

Achten Sie auf einen guten Abstand zu anderen Pflanzen. Es sollten mindestens zwei Meter sein. Gute Nachbarpflanzen welche das Wachstum von Chilis fördern ist Basilikum.

Insgesamt sollten Sie jede Form von Stress vermeiden. Achten Sie auf den Wasserbedarf, Nährstoffbedarf und halten Sie Schädlinge fern.

Tipps für starke Pflanzen und riesige Ernten

Legen Sie Wert auf eine besonders prächtige Chilipflanze, entfernen Sie ein Teil der Knospen aus denen Blüten sich entwickeln.

Ihre Pflanze wird viel Kraft in die Früchte investieren. Diese Wachstumskraft können Sie durch ab knipsen der Blüten steuern.

Ihre riesigen Chilis ernten Sie mit einem scharfen Messer ab, dadurch wird die Pflanze so wenig wie möglich beschädigt.

Das könnte Sie auch interessieren:

Von Drache veröffentlicht am Sonntag, den 10.07.2016
Letzte Bearbeitung am 05.08.2017

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.