Gesunde Chilis und deren heilsame Wirkung

In Chilischoten sind jede Menge Vitamine, Mineralien und Antioxidantien enthalten. Es gibt nicht viele Gemüsesorten, welche eine so hohe Anzahl an pflanzlichen Verbindungen zur Verfügung stellen. Beim Essen werden Vitamin A, K, E und viele aus der Vitamingruppe B aufgenommen. Ebenso die Mineralien Phosphor, Magnesium, Eisen, Zink und Kupfer. Diese Nährstoffe sind förderlich für unsere Gesundheit.

Bild gesunde Chilischoten

Einzigartig ist auch eine hohe Anzahl an sekundäre Pflanzenstoffe. Wie zum Beispiel Capsaicinoide, Flavonoide und Karotinoide. In der Naturheilkunde werden solche Stoffe auch Phytamine genannt. Diese Stoffe werden von Pflanzen zur Abwehr von schädlichen Einflüssen gebildet und haben eine Schutzfunktion.

Es überrascht nicht, dass bei so vielen Nährstoffen Chilis als besonders gesund gelten. Einige Wissenschaftler sind sogar von einer heilsamen Wirkung der Chili und dessen Capsaicin überzeugt.

Gesundheit

Stoffwechsel

Gerade in Südamerika und Asien wird gerne scharf gegessen. Dort sind Forscher von der gesunden Wirkung auf den Körper überzeugt. Chilis gelten als Schlankmacher und zugleich Appetit anregend. Was zunächst als Widerspruch klingt, ist schnell erklärt.

 

Ein angeregter Stoffwechsel in Verbindung mit gesunder Ernährung macht bekanntlich schlank. Die Fettverbrennung wird durch pikante Gerichte gefördert. So haben Sie mehr als zweimal etwas von den Chilis: Gesund durch Vitamine, der Kick beim Essen und ein angeregter Stoffwechsel. Wer unter Appetitlosigkeit leidet, profitiert von Spicy Food ebenfalls. Denn durch eine höhere Magensäure-Produktion durch Chilischoten macht Lust auf mehr.

Bluthochdruck

Bei Tieren wurde nachgewiesen das regelmäßige Knabbern von Chilis Bluthochdruck senken kann. Wissenschaftler wollen einen Nachweis bringen, dass dies auch bei Menschen möglich ist. Ein Indiz liegt in der geringeren Verbreitung von Bluthochdruck in Ländern, die für ihr scharfes Essen bekannt ist. Während dem Zerbeißen von ein bis zwei Schoten kann es wegen den Schmerzempfindungen zu einen kurzfristigen, höheren Blutdruck kommen. Von einigen Menschen hat sich der Blutdruck danach auch ohne Medizin auf Dauer gesenkt.

Blutfettwerte

Bereits in den 80ern wurden verschiedene Tests mit Chilis, verfüttert an Tiere, durchgeführt. Dabei wurde nach 10 bis 60 Tagen ein geringerer Cholesterin und Fettsäure Wert gemessen. Leider scheint es noch keine Langzeitstudie bei Menschen zu geben, welches dies untermauert. Jedoch sind einige Fälle bei Diabetikern bekannt, die diese These bestätigen.

Gastritis

Bei einer Studie in Mexiko zur Magenschleimhaut-Entzündung wurde festgestellt, dass schon bei einem mäßigen Chilikonsum das Risiko zu erkranken deutlich geringer ist. Teilnehmer die von sich behaupteten besonders gerne scharf zu Essen hatten sogar ein bis zu 17 faches geringeres Risiko an Gastritis zu erkranken.

Entzündungshemmend

Capsaicin wird eine antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaft zugesprochen. Beim Chili Gericht wurde dem Rindfleisch viel schärfe hinzugefügt um ein nicht mehr ganz so frische Fleisch bekömmlicher zu machen. In tropischen Ländern wird aufgrund des feucht, warmen Klimas Lebensmittel leicht schlecht. Damit Durchfallerkrankungen vermieden werden, wird schon seit einigen hundert Jahren Speisen mit einer guten schärfe versetzt.

 

Eine bekanntes Mittel gegen Rückenschmerzen sind großformatige Pflaster unter denen sich ein wohliges Brennen breit macht. Bei der Therapie wir nicht nur die Entzündung bekämpft, sondern auch der Schmerz gelindert und die Muskeln werden entspannt. Capsaicin wirkt krampflösend durch die Haut, als Pflaster oder als Salbe.

Leber und Niere

Vor etwa 36 Jahren wurde ein Experiment an 36 Syrische Goldhamstern durchgeführt. Diese erhielten Alkohol mit Chiliextrakt. Eine kleinere Vergleichsgruppe von Hamstern erhielt nur Alkohol.

Nach über einem Jahr, wurde während der Obduktion festgestellt, dass es den Tieren aus der Chili-Teddyhamster-Gruppe wesentlich besser ging. Sie hatten prozentual gesehen weniger Leber- und Nieren-Erkrankungen als die Alkohol-Vergleichstruppe.

Im Jahre 2002 wurde dies in der europäische Studie „Stellungnahme des Wissenschaftlichen Lebensmittelausschusses zu Capsaicin“ untersucht. Dort können Sie von diesem Versuch auf Englisch lesen. Leider ist keine Gesundheits-Studie bekannt, wo über einem Zeitraum von zwölf Monate Alkohol an menschlichen Probanden ausgeschüttelt wurde.

Wirkung von Capsaicin

Capsaicin ist ein pflanzlicher Stoff, der für die Schärfe sorgt. Es ist nicht ein scharfer Geschmack wie bei Pfeffer. Im Mund und an empfindlichen Stellen reizt das Capsaicin Rezeptoren. Diese melden dem Gehirn Schmerzen und Verbrennungen.

Beim verspeisen von scharfen Chilis werden vom Körper anregende Botenstoffe und Hormone ausgeschüttet. Bekannteste körpereigene Drogen dürften Adrenalin und Dopamin sein. Diese Endorphine sorgen für ein Glücksgefühl, welche einige schon als Pepper-High kennen.

Der Kreislauf kommt in Schwung und wir fühlen uns wohl. Natürlich nur wenn die Dosis stimmt. Beim Essen von zu scharfen Chilis kann der Schuss auch nach hinten losgehen.

Wichtig ist es langsam den Schärfegrad zu steigern und NICHT mit einer Bhut Jolokia oder gar Carolina Reaper anfangen. Eine grüne Jalapeno wird bei den meisten Menschen ihren Zweck erfüllen.

„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“

Paracelsus,1538

Schmerzhafte Körperstellen können mit Salben und Pflaster behandelt werden. Durch Capsaicin werden diese desensibilisiert und Nerven senden nicht mehr so starke Signale. Nach drei Tagen lässt das Gefühl für die eigentlichen Schmerzen nach. Zusätzlich werden betroffene Stellen besser Durchblutet, dies hat fast immer ein eine positive Heilwirkung.

In Europa werden von jedem Einwohner im Durchschnitt 1,5 mg Capsaicin aufgenommen. Grob geschätzt entspricht das etwa zwei mittleren Jalapeno-Schoten. Dies ist nur ein Bruchteil dessen was Südamerikaner und Asiaten täglich an Chilis zu sich nehmen.

Beißbeeren

Zur Zeit als Napoleon noch Hauptmann war und Marie Antoinette ihren Kopf verlor, wurden Bücher über Beißbeere geschrieben. Beißbeeren ist ein alter, treffender Name für Chilis. Denn es ist Tatsache, dass es sich um die Früchte der Chili um Beeren handelt. Der Begriff Schote hat sich allerdings eingebürgert. Tatsächlich kann dem Gemüse auch nicht eine Bissigkeit abgesprochen werden. Im Buch „Vorrath von einfachen, zubereiteten und Gemischten Heilmitteln“ von von Johann Andreas Murray,Ludwig C. Althof aus dem Jahr 1793 kann gelesen werden:

Das geistige Extrakt der Beißbeere brennt ebenfalls unausstehlich auf der Zunge. Es ist zu verwundern, daß eine Frucht, welche für die Menschen das allerschärfste Gewürz ist, einem kleinen Insekt Vogel? (Loxia cardinales L) zur Speise dient.[..] In Amerika werden sowohl die Kapseln, als auch die Samenkörner zur Erweckung des Appetits, und zur Beförderung der Verdauung, häufig geraucht. Starke Personen nehmen Sie ein, um davon zu purgiren; die Wirkung ist mit Stuhlzwang und Brennen verbunden.

Chili-Schoten ist eine Quelle für Vitamin C, B, K und P. Es ist gesund für Magen und Darm, soll vor Krebs schützen und hat viele gesunde Inhaltsstoffe.

Wie Verwenden Sie die Chilis? Haben Sie von dessen positiven Eigenschaften profitiert? Schreiben Sie es in den Kommentaren.

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Von Drache veröffentlicht am Sonntag, den 17.04.2016
Letzte Bearbeitung war am 17.04.2017

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