Chili-Pflanzen – Nachbarn

Es ist schon verwunderlich: In der richtigen Nachbarschaft wachsen Chilipflanzen bedeutend besser. Beim Forschen nach den Gründen wurde spannendes entdeckt. Wussten Sie das Chili in der Nähe von Basilikum besonders gut wächst? Wenn Sie den Grund hören, werden Sie erstaunt sein.

Bild Chilis Gemüse

Zunächst kann vermutet werden, dass gute Nachbar-Pflanzen nicht miteinander um Nährstoffe konkurrieren. Dann wäre es noch gut, wenn sich die Mischkultur gegenseitig vor Schädlingen schützt. Das Pflanzen sich Nachrichten zuschicken, wurde bei einem Experiment festgestellt. Nicht nur mit Duftstoffe, sondern überraschend auch mit Tönen.

 

Erforscht wurde die Kommunikation in einem australischen Labor. Es wurde eine deutlich höhere Keim- und Wachstumsrate in der Nachbarschaft von Basilikum festgestellt.

Nachdem Forscher die Kräuter mit einer Folie hermetisch von den Chili-Pflanzen isolierten, blieben die positiven Impulse auf deren Wachstum erhalten. Daher vermuten die Wissenschaftler, dass eine Verbindung der Pflanzen über Töne bzw. Vibrationen besteht. Bei Feldversuchen mit Tönen und Pflanzen konnten bei Mais-Wurzeln ein Ausrichten auf die Tonquelle festgestellt werden.

Gute Nachbarn

Chilipflanzen sind recht gesellig. Sie verstehen sich mit vielen Pflanzen, die in der Nähe wachsen. Allen voran Tomate und Aubergine, aber auch Kräuter wie Basilikum, Oregano und Rosmarin, gedeihen im gleichen Beet prächtig. Während Chilipflanzen durch Ihre Wurzeln benachbarte Kräuter vor Schlauchpilzen schützen, profitiert die Chili vermutlich durch deren ätherische Öle. Diese vertreiben einige Schädlinge, die sonst ihre Blätter befallen könnten.

Gute Erfahrungen wurden auch mit Gurken, Kürbis und Mangold gemacht. Beim Kürbis und Zucchini bedenken Sie den Abstand. Es sind stark zehrende Gewächse. Petersilie können Sie gut um Chilis herum oder auch im gleichen Blumenkasten pflanzen. Bei genügend Abstand gibt es auch keine Probleme mit den Chili-con Carne Kandidaten : Bohnen, Zwiebeln, Knoblauch und Möhren.

 

Schlechte Nachbarn

Fenchel ist der denkbar schlechteste Nachbar für viele Nachtschattengewächse wie Aubergine, Tomaten und auch Paprika. Warum sie sich nicht vertragen, ist noch nicht vollständig geklärt. Vielleicht liegt es an den ätherischen Ölen im Fenchel.

Kohlrabi, Erbsen, dicke Bohnen, rote Beete und Obstbäume sind ebenfalls schlechte Nachbarn. Bei fast allen Sorten zieht die Chili den Kürzeren und entwickelt eher mäßig.

Geben Sie ihren Senf ab: Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Schreiben Sie es in den Kommentaren!

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Von Drache veröffentlicht am Dienstag, den 22.03.2016
Letzte Bearbeitung am 15.05.2017

4 Kommentare

  1. guido says

    Obstbäume? Macht es denn überhaupt Sinn im Gewächshaus Chilis anzubauen wenn dort welche stehen? Gruß Guido

    • Hallo Guido, erstmal Glückwunsch zum Gewächshaus, welches so groß ist um Obstbäume unterzubringen. Ein Abstand von drei Meter und mehr wäre aus Sicht der Chilis wünschenswert. Nimm Zierpaprika wie Prairie Fire, Aurora oder robuste Apache.

  2. Helga kardels says

    Meine himbeere trägt keine Früchte mehr seit die chili daneben steht soll sie raus danke helga com

    • Das ist eine sehr gute Frage! Allerdings müssen Chilis eh in den nächsten Tagen zum Überwintern rein geholt werden. Vielleicht erübrigt sich damit für dieses Jahr die Frage.

      Eine mögliche Erklärung wäre, dass die Wurzeln von Brombeeren und Himbeeren eine Symbiose mit stickstofffixierenden Bakterien eingehen. Vielleicht wird diese durch Chilipflanzen gestört.

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