Destilliertes Wasser für Chilis

In Regionen mit hartem Leitungswasser, sollten Sie dieses mit destilliertes Wasser mischen. Diese Mischung vertragen Ihre Chilipflanzen beim Gießen besser.

Bei der Destillation von Wasser wird es verdampft und aufgefangen. Dabei wird das ursprüngliche Wasser von Chemikalien und Mineralien getrennt. Eigentlich nicht schlecht, denn viel Kalk, Chlor, Natrium, Kalzium und Magnesium können Chili-Pflanzen auf Dauer schaden.
Bild Pipette Wassertropfen

Trinkwasser aus der Leitung ist in Deutschland oft zu Hart. Je nach Wasserversorger und Gebiet sind die Werte unterschiedlich.

Enthaltenes Kalk, Magnesium und Kalzium können sich in der Erde anreichern und die Chilis schlechter wachsen lassen. Ein pH-Wert von über 7 wird die Nahrungsaufnahme über die Wurzel behindern.

Wenn Sie mit destilliertem Wasser gießen, bekommen Sie weder Probleme mit zu vielen Salzen noch mit schädlichen Chemikalien wie Chlor, Weichmachern und Hormone.

Da jedoch keine Mineralien mehr im Destillat vorhanden sind, kommt es beim regelmäßigen Wässern zum Ausschwemmen des Substrates. Wichtige Mineralien und Dünger werden dem Substrat entzogen und fließen allmählich ab.

Es gibt zwei Möglichkeiten der Unterversorgung von Pflanzen durch destilliertes Wasser vorzubeugen. Zum einen können Sie es mit Flüssigdünger mit wichtigen Nährstoffen anreichern. Zum zweiten kann es wieder mit Leitungswasser Gemisch werden. Somit gleichen sich die jeweiligen Nachteile aus.

Gießwasser mischen

Bei hartem Wasser (ca. 25 °dH) sollten Sie das Wasser aus dem Hahn mit zwei teilen destilierten mischen. Bei einer Wasserhärte von etwa 10 °dH mit einem Teil. Ihre Wasserhärte können Sie auf der Website Ihres Wasserversorgers meist nachlesen oder hier Abfragen nach Postleitzahl. Dieser Wert ist zum Beispiel auch wichtig für die richtige Dosierung von Waschmitteln.

Leitungswasser zu destilliertes Wasser

  • 20 – 30 °dH = 1:2
  • 10 – 20 °dH = 1:1
  • 8 – 10 °dH = 2:1

Eine ausschließliche Verwendung von destiliertem Wasser zum Gießen von Chili und Paprika-Pflanzen ist nicht empfehlenswert.

Im Baumarkt bekommen Sie einen fünf Liter Kanister destiliertes Wasser für etwa 2-3 Euro. Dieses ist dann demineralisiert und chemisch rein. Somit entstehen kosten von rund 3 Euro für zehn Liter Gießwasser. Für eine kleine Chilizucht im Haus ist dies durchaus ein akzeptabler Preis. Alternativ können Sie auch Wasser aus einer Umkehrosmose-Anlage verwenden. Je nachdem wie groß der Wasserbedarf Ihrer Chilis ist.

Zu hartes Wasser mit einem hohen Salzgehalt schwächt die Wurzel Ihrer Pflanze. Ein schlechteres Wachstum und mickrige Ernte sind die Folgen. Gegenüber Krankheiten werden geschwächte Pflanzen anfälliger.

 

Neben einem Gemisch von Leitungswasser mit destilliertem oder Osmose-Wasser ist aufgefangenes Regenwasser am besten für Chilis geeignet.

Das könnte Sie auch interessieren:


Von Drache veröffentlicht am Samstag, den 14.05.2016
Letzte Bearbeitung am 05.08.2017

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.